· 

Ostsee

Als ich noch auf Usedom gelebt habe, bin ich oft sehr früh morgens am Strand gewesen und habe die Sonne aufgehen sehen und die Ruhe genossen und dieses unglaubliche Gefühl gehabt, gerade am schönsten Platz der Welt zu sein und vollkommen eins zu sein mit der Natur. Ich hoffe, man kann es etwas nachspüren in diesem Gedicht.

 

Ostsee

 

Die See ist sanft und die Wellen schlagen an das Ufer,

Muscheln und Tang verfangen sich ineinander und der Sand ist noch feucht

von der kühlen Nacht.

Die ersten Strahlen der Sonne tänzeln auf dem Wasser und

dein Strand ist noch leer bis auf mich und die Möwen, die kreischend über Dir kreisen.

Mein Herz träumt von diesen Augenblicken aus der Ferne und sehnsüchtig

erwartet es eine Rückkehr.

Und bin ich da und atme die klare, salzige Seeluft,

spüre, wie ein leichter Wind den Strandsand über mich streichen lässt,

und wie die angenehme Kühle des Wassers mich umfängt,

dann bin ich angekommen und in mir ruht alles

und ich fühle die ganze Schönheit, die du bereithältst

für jeden von uns.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Birgit Schadowsky (Montag, 31 Dezember 2018 10:26)

    Wunder- wunderschön !
    Berührend und ergreifend
    Eingebundensein im großen Ganzen. Heil sein und ehrfürchtig, sogar demütig alles sein lassen, was da ist

  • #2

    Muddi (Montag, 31 Dezember 2018 10:30)

    Das Gefühl kenne ich, man kann loslassen